Elektronische Speicherformate, von Fotos über Musik bis zu Videos, machen uns in vielerlei Hinsicht das Leben einfacher. Sie stellen aber eine grosse Frage in die Runde: Wie werden sie optimal archiviert?
Bei den Fotos meiner Grosseltern oder sogar Eltern waren meistens nur einzelne Abzüge vorhanden. Die Negative (ja ja, sowas gab’s mal) hat man im Idealfall sorgfältig und sauber irgendwo abgelegt. Meist jedoch im gleichen Umschlag wie die Fotos. Doch die Chance, dass das Haus niederbrennt und alle Fotos mit sich nimmt, ist verhältnismässig klein. Viel grösser ist die Gefahr, dass ausgerechnet die Harddisk den Geist aufgibt, auf der noch die Hochzeitsfotos drauf waren.
Gleiches gilt für meine Musiksammlung, die ich früher in einfacher Ausführung auf CD hatte. Heute tendiere ich dazu, keine CDs mehr zu besitzen und alles elektronisch als MP3 verfügbar zu haben. Doch eben, die 70 Gigabyte wollen nicht verloren gehen, deshalb mindestens ein zusätzliches Laufwerk als Backup.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob eine zentrale Archivierung auf einem Server eine Alternative wäre. Für Fotos gibt es hierzu zum Beispiel die Plattform flickr. Da können Fotografien nicht nur archiviert, sondern auch als Album präsentiert werden. Vieles spricht dafür, Einschränkungen in der kostenlosen Basis-Version bzw. die Kosten in der Profi-Version möglicherweise dagegen.
Natürlich kann ich jahrelang meine Fotos auf flickr kostenpflichtig archivieren und ich fahre immer noch günstiger, als wenn ich heute eine gute Harddisk kaufe. Doch ich gebe die absolute Kontrolle über meine Bilder aus der Hand. Und ich kann zwar von überall her (sofern Internetzugang vorhanden) auf meine gesamte Sammlung zugreifen, allerdings eben gerade nur dann. Offline geht nix mehr. Also doch noch eine Kopie auf dem Notebook oder auf DVD? Irgendwie auch paradox, oder?
Noch krasser wird’s, wenn man sich das mit Daten durchdenkt, für die keine massgeschneiderte Plattform wie flickr zur Verfügung steht. Wo geht die Reise hin in Sachen Musik? Videofilmen? Oder eigenen Dateien ganz allgemein? Werden wir irgendwann in absehbarer Zeit dahin kommen, dass unsere Rechner nur noch Arbeitsstationen ohne eigenen Speicher sein werden? Werden wir tatsächlich unsere Daten aus der Hand geben? Interessantes Thema, finde ich.
Aber irgendwie bin ich jetzt vom Thema abgekommen… Denn eigentlich wollte ich bei Taris Blogparade teilnehmen, bei der es um die Archivierung von Fotos geht. Dem Sam hab’ ich schon angekündigt, dass ich mich der Sache auch noch annehmen werde.
Knüpft ihr euch doch schon mal die Fragen vor. Ich werde das auch noch machen die nächsten Tage. Oder so. :-) Jetzt bin ich jedenfalls zu müde.
FRAGENKATALOG
- Wie viele Fotos sind in deiner Sammlung?
- Mit welchem Programm arbeitest du? Bridge von Adobe, Picasa, Digicam oder etwas anderem?
- Wie sortierst du deine Fotos; nach Motiv oder Datum. Also Möbel, Bäume, Tiere jeweils in einen Ordner. Oder nach Datum… Vielleicht sogar beides? Ganz anders?
- Falls deine Bildverwaltungssoftware das beherrscht; bewertest du deine Bilder in einer Art Sterne-System? Die Bridge von Adobe beispielsweise ermöglicht eine Bewertung von 1 – 5 Sternen…
- Falls ja; Nach welchen Kriterien bewertest du?
- Viele Bildverwaltungsprogramme ermöglichen das so genannte “taggen” der eigenen Bilder. Ist dir diese Form bekannt und wenn ja, nutzt du sie? Und warum nutzt du sie/nicht?
- Nutzt du die Metadaten, wenn ja wie?
- Füge einen Screenshot hinzu von deiner Ansicht der Software (Also Filmstreifen, Metadatenansicht etc. pp.)