Pendler Verarsche

by Thias on 2. September 2008

Ich pendle, das ist bekannt. Ich fahre mit den ÖV, weil ich damit auch was für unsere Natur tun kann… oder so. Natürlich ärgere ich mich auch über vollgestopfte Zugskombinationen. Ich meine, gutes Geld bezahlen und dann stehen müssen ist ärgerlich. Nun scheint die SBB tatsächlich Rail-Priceing einführen zu wollen. Wer zu Stosszeiten pendelt, bezahlt mehr – für den gleichen Stehplatz wie vorher notabene! Die Pläuschler, Schoggilebenfritze und Einkaufstussis werden damit subventioniert und bezahlen weniger für ihren Sitzplatz. Die SBB wollen scheins damit die Stosszeiten entlasten. Ja wie denn? Muss ich jetzt von 10 Uhr bis 21 Uhr arbeiten, um billiger zu pendeln – oder was? Sorrry, aber ich glaube da sitzt bei den gratisfahrenden SBB-Mitarbeitern eine Schraube zu locker.

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Paddy 3. September 2008 um 06:31

Dass diejenigen weniger bezahlen, die zum Beispiel erst ab 9 Uhr fahren, ist doch heute schon so…?

Thias 3. September 2008 um 07:26

Ja das stimmt. Aber neu wollen die scheins jetzt zusätzlich die Fahrpreise in den Stosszeiten erhöhen! Und das ist es, was mich nervt!
Werde mir überlegen müssen, ob ich in Zukunft dann nicht lieber mit dem Auto fahre…

Paddy 3. September 2008 um 08:04

Tu das nicht, wir sind schon genug Leute auf der A53.

tin 3. September 2008 um 08:48

Tja, das sind doch genau die Mechanismen, die wie “Markt” nennen. Wird ein Produkt knapp, steigen die Preise. Beim Flugverkehr ist das schon lange so.

Nein, für den ÖV sehe ich das auch kontraproduktiv und den Ärger den Pendler verstehe ich sehr gut. Und darum ist die Forderung, die Kapazitätsengpässe in den Griff zu bekommen, verständlich. Aber wie?

Länger können die Züge nicht gemacht werden, weil die Perrons dann zu kurz sind. Ob noch ein dichterer Fahrplan möglich wäre, weiss ich nicht. Und dann ist es immer schwierig und sehr teuer, die ganze Infrastruktur auf die Spitzenzeiten auszubauen – da muss wohl irgendwo ein Kompromiss gefunden werden.

Thias 3. September 2008 um 09:00

Ich sehe das so:
Trotz höherem Fahrpreis werden nur wenige später oder früher fahren, da sie an feste Arbeitszeiten gebunden sind!

Die Überbelastung bleibt bestehen! Aber die SBB nehmen dann dafür mehr Geld ein. Das nenne ich eine “versteckte” Preiserhöhung.

Paddy 3. September 2008 um 09:21

Wollte ich auch grad fragen, wieviele denn deswegen früher oder später nach Hause bzw. zur Arbeit könnten.

Rogerrabbit 3. September 2008 um 10:00

Ich dachte, sie verbilligen die After-Stosszeiten-Fahrer und dachte nicht an eine Verteuerung der Stosszeiten-Pendler?

Thias 3. September 2008 um 11:14

Hast Du öfters solche Träume?

Rogerrabbit 3. September 2008 um 13:13

Manchmal überkommen sie mich einfach. Mein Jahres-Abo läuft zum Glück heute schon aus. Das reicht nicht um die Preise zu erhöhen.

markus 3. September 2008 um 21:34

Ich kann jedenfalls nicht später oder früher Fahren. Mein Stundenplan beginnt zu einem fixen Zeitpunkt und ich denke, dass 80% der Mitreisenden in meinen Zügen mit demselben Problem kämpfen. Man müsste dann die erste Stunde (oder gar zwei?) schwänzen…

Ich habe das Gefühl, die SBB wollen in den letzten Wochen ihre Kunden verärgern, dass sie weniger Zugfahren. Somit wäre das Platzproblem auch nicht mehr so gravierend…

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